Beet

Das Beet der Heilung.

Einst lag vor mir ein Beet – karg und grau.
Ein Ort voll Schatten, ohne Lebensraum.
Das Unkraut wucherte – wild und dicht,
nahm jedem Keim die Hoffnung, das Licht.

Jede Blume, die blühte, zerbrach,
wurde zum Dünger des Feindes – eine Schmach.
Glaubenssätze, aus Schmerzen gewebt,
wie Wurzeln wachsend – fest und geklebt.
Sie flüsterten Lügen, nahmen Glück jeden Raum,
erstickten die Liebe – raubten den Traum.

Doch in mir loderte leise der Mut:
„Mach dich frei, es wird wieder gut.“
Mit Händen, die zitterten, griff ich hinein:
Riss das Gift aus der Erde, durchlebte mein Sein.

Jede Wurzel – ein Schmerz und ein Bann.
Doch mit jedem Griff wurde Altes verbannt.
Bis das Beet leer war – gereinigt, befreit.
Ein Raum für Träume, für Freiheit.

Ich säte die Samen, mit Sorgfalt bedacht.
Hoffnung in Erde, die neu erwacht.
Schon sprießen die Blumen, lieblich und klein.
Tragen schon Farben, die strahlen und schei’n:
„Wir sind der Neubeginn, wir sind dein.
Schütze uns, lass‘ uns bei Dir sein.“

Doch nicht weit liegt der Haufen, voll düsterer Macht.
Die Reste des Unkrauts, im Schatten der Nacht.
Mit einem Sturm könnten sie wiederkehren,
doch ich bin bereit sie zu erwehren.
Denn jeden Tag pflege ich diesen Hort:
Ein Garten der Heilung, mein sicherer Ort.
Die Blumen wachsen, schlagen Wurzeln tief.
Und ich glaube daran, dass das Leben sie liebt.

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